Kirchbauverein Zschippach e. V.
Mitgliederstand: 11 Mitglieder
Vorsitzender: Michael Passeck
Kassiererin: Heidrun Reinhardt
Die evangelisch-lutherische Dorfkirche in Zschippach ist eines der ältesten und prägendsten
Bauwerke des Ortes. Sie gehört heute zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Geschichtliches:
Bereits vor dem heutigen Bau stand an derselben Stelle eine Kirche. Diese wurde 1645 im
Dreißigjährigen Krieg zerstört. Schon 1648 errichtete die Gemeine die heutige Chorturmkirche.
Der markante barocke Turmaufsatz kam 1722 hinzu.
Architektur:
Die Kirche ist eine sogenannte Chorturmkirche. Der quatratische Chor trägt den Turm, dessen oberer Teil als Oktogon mit barocker Haube und geschweifter Schieferkuppel ausgeführt ist.
Im Inneren befindet sich ein Triumphbogen zwischen Chor und Schiff.
Innenraum:
Das heutige Erscheinungsbild stammt größtenteils aus einer Erneuerung von 1892.
Besonders auffällig sind:
eine dreiseitige Empore
ein Herrschaftsstand
die Orgel auf der Westempore
sowie ein farbiges Bleiglasfenster hinter dem Altar
Patronat:
Über viele Jahre war die Kirche eng mit dem Rittergut Zschippach verbunden. Die jeweiligen
Gutsherren - unter anderem Familie von Enden, von Koppy und später von Zehmen - besaßen
das Kirchenpatronat und hatten erheblichen Einfluss auf die Gemeinde.
Sanierung:
Die Kirche wurde in den letzten Jahren umfassend restauriert. Besonders das Turmdach und die
barocke Haube mussten aufgrund erheblicher Schäden erneuert werden. Die Stiftung zur
Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland unterstützte die Arbeiten 2024 mit
15.000 Euro. 2026 wurde der erfolgreiche Abschluss der Turmsanierung bekanntgegeben.
Historische Bedeutung:
Zschippach selbst wurde bereits 1333 erstmals erwähnt und besitzt sorbische Wurzeln.
Die Kirche ist daher nicht nur Gotteshaus, sondern auch ein wichtiges Zeugnis der Ortsgeschichte.
Sie erinnert an die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, an die adligen Gutsherren und an die
Entwicklung des Dorfes im Brahmetal. KI-generiert

